ein Rindvieh

So war das  Bauernleben vor100 Jahren.
Das Heimatfest vom Fürstenberger Hof zählt zu den schönsten Festen im Schwarzwald

Unterharmersbach feierte am 29.Mai ein perfektes Heimatfest. Rund um den 350 Jahre alten Fürstenberger Hof erwachte bäuerliches Leben von früher zu neuem Leben. Bei strahlendem Sonnenschein erfreuten sich rund 5000 Besucher an Brauchtum, Trachten, Musik und Landleben.

Als  am späten Vormittag die rund 500 Akteure in einem farbenprächtigen Zug mit musikalischer Begleitung zum Heimatmuseum Fürstenberger Hof zogen, war die Hauptstraße dicht gesäumt von Zuschauern. Beim Hof selbst trafen sich anschließend den gesamten Sonntag über Tausende von Besuchern. Und sie erlebten bäuerliches Brauchtum, wie es früher einmal war: Ochsen zogen einen Heuwagen, den Knechte abluden. Mägde brachten anschließend ein zünftiges Vesper, zu dem sich alle im Heu niederließen. Überall rund um den Bauernhof, der in diesem Jahr 350. Geburtstag feiert, gab es etwas zu sehen: Dichelbohren, Sensendengeln, die Herstellung von Leitern, Körben, Strohschuhen oder Butter und Käse. Ein Bauernmarkt bot regionale Produkte.

Zur Freude der Kinder tummelten sich viele Tiere beim Hof. Die waren auch gefragte Fernsehmotive, denn das SWR drehte mit mehreren Kamerateams.

Auch bei den Trachten aus dem elsässischen Gambsheim, dem Schweizerischen Küßnacht oder Simonswald aus dem Elztal wurde manche Kamera gezückt. Und die Darbietungen mit Musik und Gesang auf der großen Bühne erfreuten Auge und Ohr.

Zells Bürgermeister Hans-Martin Moll war begeistert: »Das Fest ist ein erstklassiges Aushängeschild für Stadt und Tal. Es ist beeindruckend, was die vielen ehrenamtlichen Helfer unter der Regie von Orts-vorsteher Hans-Peter Wagner auf die Beine gestellt haben«

Text: Dietmar Ruh